Warum es sich lohnt die Anbieter unter die Lupe zu nehmen.

Wer blickt am Ende noch wirklich durch bei all den möglichen und unmöglichen Versicherungen, die der Markt so anbietet. Oft gilt dabei der Grundsatz: viele Policen aber wenig Schutz. Ein Grundbedürfnis des Menschen ist der Wunsch nach Sicherheit, ohne Frage ein Grund dafür, dass jeder bundesdeutsche Haushalt im Jahresdurchschnitt circa 3.600 € (Wert aus dem Jahre 2008) für seine Versicherungen investiert. Dabei ist dem armen Versicherungsnehmer aufgrund der teilweise unverständlichen Vertragsklauseln oft nicht klar, für welchen Schadensfall unter welchen Umständen seine Versicherung überhaupt greift. Ebenso schwer zu beurteilen für den Kunden ist die Frage, ob der Versicherungsbeitrag angemessen ist.

Genau an dieser Stelle kommen Internet Portale ins Spiel, die sich mit dem Thema “Versicherungen im Vergleich” beschäftigen. Sie versuchen dem Versicherungsnehmer zu vermitteln, ob der Preis, den er zahlt, im richtigen Verhältnis zu der Versicherungsleistung steht und ob diese Versicherung überhaupt Sinn macht.

Nehmen wir als Beispiel einmal eine Risikolebensversicherung für einen 35-jährigen Nichtraucher. In einem” Finanztest Spezial Versicherungen” hat die Stiftung Warentest genau diesen Fall als Grundlage für einen Versicherungsvergleich genommen. Das Ergebnis ist erstaunlich und erschreckend zugleich. Der günstigste Versicherer bot dem 35-jährigen bereits den Versicherungsschutz für einen Jahresbetrag von 259 €, der teuerste Anbieter lag dagegen bei gleichen Versicherungsbedingungen bei einem Jahresbeitrag von 579 €! Unvorstellbar, die Versicherungen im Vergleich gesehen klaffen um über 100% auseinander!

Stiftung Warentest kam aber auch in anderen Versicherungszweigen, wie z.B. bei Autoversicherungen, auf ähnliche Werte. Hier zeigt sich bereits ganz deutlich, wer vergleicht, der spart!

Der angesprochene Test unterscheidet zwischen Versicherungen, die jeder braucht, Versicherungen, die man nur in bestimmten Lebensphasen braucht und Versicherungen, die in jedem Fall unsinnig sind. Als Beispiel für die letztgenannte Versicherungsart nennt Stiftung Warentest die Reisegepäckversicherung. Scherzhaft umschrieben mit die “Niemals-Geld Police” kommen die Tester nach dem Studium der AGBs der Versicherungen zu dem Schluss, dass die Versicherungsbedingungen den Versicherer zwingen, so gut auf sein Gepäck aufzupassen, dass es eigentlich gar nicht gestohlen werden kann. Schaut er nur einmal kurz weg und sein Gepäck wird entwendet, spricht die Versicherung bereits von Fahrlässigkeit und verweigert jegliche Zahlung. Auch Krankenhaustagegeldversicherungen sind laut den Testern eher überflüssig, werden die Kosten der Ausfalltage doch voll von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Zu den Versicherungen, die jeder braucht, gehört natürlich die gesetzlich vorgeschriebene Krankenversicherung und die private Haftpflichtversicherung. Auch ein Auslandskrankenversicherung für Reisende macht Sinn, die KFZ Haftpflichtversicherung ist ohnehin Pflicht. Aber auch hier gilt, wie bei allen Versicherungen: der Vergleich lohnt sich.

Durch die Betrachtung von Versicherungen im Vergleich, so die Tester, lassen sich unter Umständen mehrere hundert Euro pro Jahr und Haushalt einsparen, ohne dass der Versicherungsschutz darunter leidet.